Müllheim 17.12.2017, von Benjamin Rißmann und Dominik Baltes

Müde, geschafft und erleichtert

Abschluss der 24-Stunden-Übung für die THW-Jugendlichen aus Breisach und Müllheim.

Freitag. Die Jugendlichen trafen sich zu Ihrer zweiten 24h-Übung im Ortsverband Müllheim. Doch dieser Dienst sollte anders sein als Ihre letzte 24h-Schicht. Schon beim Eintreffen stellten die Jugendlichen fest, dass die Jugendgruppe des Ortsverbands Breisach vor Ort war. Diese sollten das Wochenende gemeinsam mit den Müllheimer Jugendlichen verbringen. Aufgeregt und in Vorfreude wurde mit der Ausbildung gestartet. Damit bei einem Einsatz auch die Einsatzleitung bescheid weiß, lernten die Jugendlichen zuerst, wie man eine Lagemeldung abgibt. Direkt danach wurden ihre Erste-Hilfe Kenntnisse aufgefrischt. Hierzu erklärte Ihnen ein fachkundiger San-Helfer die wichtigsten Dinge.

Gegen 20 Uhr ertönte der Alarmgong für den ersten simulierten Einsatz. „Überörtliche Hilfeleistung“ war auf dem Einsatzbildschirm der hauseigenen „Leitstelle“ zu lesen. Sie sollten die Feuerwehr Chalampé bei einer unklaren Lage unterstützen. Schnell waren die Jugendlichen einsatzbereit auf den Fahrzeugen. Treffpunkt sollte die Wache der Feuerwehr Chalampé sein.

Dort eingetroffen gab es eine kurze Rücksprache mit den „Adjutant-Chef“ Noël Colonna und Philippe Hug die uns diese Übung ermöglicht haben. Zusammen mit der Feuerwehr fuhren die Jugendlichen zum Einsatzort. Es handelte sich um einen Verkehrsunfall mit 3 Personen. Eine weitere Person war verschwunden und musste gesucht werden.

Nach erfolgreicher Abwicklung des ersten Einsatzes wartete im Ortsverband schon das Essen auf die Jugendlichen. Gemeinsam mit den Französischen Kameraden konnten Sie verschiedene Leckereien genießen. Nach dem Essen erfolgte die Freizeit. Die Jugendlichen spielten Fußball oder Brettspiele.

Um 24 Uhr erfolgte dann die Bettruhe. Doch an Schlaf war nicht zu denken, es war immerhin alles so spannend und neu. Gegen 2 Uhr ertönte erneut der Alarm. Ein Erdbeben hatte sich ereignet und die Jugendlichen sollten die verletzten Personen retten. Es galt vier vermisste Personen zu finden und zu retten. Für Licht musste ebenfalls gesorgt werden. Nach dem erfolgreichen Einsatzabschluss kamen die Jugendlichen endlich zum schlafen. Nach einem langen und ereignisreichen Tag, schlossen sie die Augen und fielen in einen tiefen Schlaf.

Samstag. Der Tag startete mit einem entspannten Frühstück für die Jugendlichen. Im Hintergrund wurden Fahrzeuge vom Autohaus Pfister aus Neuenburg zur nächsten Einsatzstelle geschafft. Der Transport erfolgte durch die Fachgruppe Brückenbau. Um 10:30 Uhr war es dann soweit. Das Szenario war eine Massenkarambolage. Kurz nach Eintreffen an der Einsatzstelle wurden die Aufgaben verteilt, und damit begonnen die Verletzten aus den Autos zu befreien. Verletztendarsteller waren die Schulsanitäter aus der Neuenburger Realschule. Diese hatten sich geschminkt und ihre Verletzungen sahen aus, wie bei einem echten Verkehrsunfall.

Gegen 12 Uhr hieß es dann „Einsatzende“ und die Jugendlichen konnten zum Mittagessen zur Unterkunft zurück kehren. Unsere „Küchenfeen“ servierten Chili con Carne mit Reis, natürlich nicht scharf.

Nach der Mittagspause ging es an die Nachbereitung. Die Einsatzfahrzeuge mussten geputzt werden, Decken aufgehängt und das Einsatzmaterial auf den Fahrzeugen verstaut werden. Auch in der Unterkunft mussten Feldbetten verräumt und der Boden geputzt werden.

Um 16 Uhr wurde zum letzten mal alarmiert. Eine Pension war teilweise eingestürzt und Leute wurden vermisst. Die Jugendlichen sollten lernen, wie es ist, nur eingeschränkt sehen zu können und nicht überall dran zu kommen. Doch sie meisterten auch diese Aufgabe hervorragend. Um 17 Uhr hieß es dann „Einsatzabbruch“ und die Fahrt konnte zurück zur Unterkunft gehen. Wenig später war die „Schicht“ zu Ende und die Kinder konnten nach Hause in Ihre Betten.

Die THW-Jugend Müllheim bedankt sich ganz herzlich beim Autohaus Pfister in Neuenburg, für die Bereitstellung der Unfall-PKWs, dem Schulsanitätsdienst der Mathias-von-Neuenburg Schule für die realistische Unfalldarstellung, unseren Küchenfeen für die Zubereitung des Essens, dem Privathotel Post in Badenweiler für die Möglichkeit vorzukochen, dem Aufbauteam und allen Helfern die mitgewirkt haben, dem Ortsverband Breisach fürs Mitmachen und unserem Ortsbeauftragten Patrick Winterhalter sowie unserem Zugführer Marc Wiencke für die Unterstützung.





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